Kapital zur ökologisch nachhaltigen Verwendung: VNG AG legt erstmals grünen Schuldschein auf

VNG Hauptsitz 2
26. Februar 2020
VNG AG
Leipziger Gashandelskonzern nutzt zusätzlich digitale Plattform für Green-Schuldscheindarlehen mit Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro

Dass ökologische Fragestellungen für Investoren und Banken immer relevanter werden, demonstriert nun auch ein neuer Schuldschein der VNG AG: Erstmals hat der europaweit tätige Unternehmensverbund mit Hauptsitz in Leipzig einen grünen und digitalen Schuldschein aufgelegt. Das Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro, das in vier Tranchen mit einer jeweiligen Laufzeit von sieben oder zehn Jahren eingesammelt wurde, kann ausschließlich für ökologisch nachhaltige Verwendungszwecke genutzt werden.

„Die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie nehmen für unser Unternehmen einen immer größeren Stellenwert ein, weswegen es nahe liegt, dass wir auch in punkto Finanzierung verstärkt auf nachhaltige Themen setzen. Mit der Finanzierungsform des Green Schuldscheins gehen wir nun erstmals einen neuen Weg. Ziel ist es, in unsere grüne Zukunft zu investieren“, sagt Bodo Rodestock, Mitglied des Vorstands der VNG. „Dass die Nachfrage derart hoch war, zeigt uns, dass dies ein richtiger Weg ist. Wir versuchen stets, dem derzeitigen Zeitgeist Rechnung zu tragen, weswegen wir uns auch bewusst dafür entschieden haben, den Schuldschein zusätzlich über eine digitale Plattform zu emittieren.“ 

Die Emission wurde von der Norddeutschen Landesbank (NORD/LB) und der UniCredit als Arrangeure begleitet und zusätzlich über die digitale, bankenunabhängige Plattform finpair vermarktet. Während die NORD/LB als erste Darlehensgeberin und Zahlstelle fungierte, nahm UniCredit die Rolle des Green Structuring Advisors ein. Zudem hatte die auf Nachhaltigkeitsthemen spezialisierte Ratingagentur imug | rating aus Hannover eine Nachhaltigkeits-Prüfung der Mittelverwendung durchgeführt. Die hohe Nachfrage führte zu einer deutlichen Überzeichnung, welche VNG zu einer geringfügigen Aufstockung des ursprünglichen Emissionsvolumens veranlasste.

Mit dem ersten digitalen grünen Schuldschein der Konzerngeschichte entspricht die VNG ihrer Strategie „VNG 2030+“, wonach der Fokus mittel- bis langfristig auf grüne Gase, allen voran auf Biogas sowie erneuerbaren und dekarbonisierten Wasserstoff, gelegt werden soll. Über ihre einhundertprozentige Unternehmenstochter BALANCE Erneuerbare Energien GmbH (BALANCE) hatte VNG in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Biogasanlagen erworben und avancierte damit zu einem der größten Biogas-Produzenten Mitteldeutschlands.

Pressebild: Blickt in eine grüne Zukunft: Bodo Rodestock, Vorstandsmitglied der VNG AG (Bild: VNG AG) (download)

VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften, einem breiten, zukunftsfähigen Leistungsportfolio in Gas und Infrastruktur sowie einer über 60-jährigen Erfahrung im Energiemarkt. Der Konzern mit Hauptsitz in Leipzig beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von rund 11,2 Mrd. Euro. Entlang der Gaswertschöpfungskette konzentriert sich VNG auf die drei Geschäftsbereiche Handel & Vertrieb, Transport und Speicher. Ausgehend von dieser Kernkompetenz in Gas richtet VNG mit der Strategie „VNG 2030+“ ihren Fokus zunehmend auf neue Geschäftsfelder. Dazu zählen unter anderem Biogas, digitale Infrastruktur und Quartierslösungen.